Wie wichtig ist Sport in der Schwangerschaft?

 

Im Allgemeinen ist Bewegung für unseren weiblichen Körper von großer Bedeutung, um uns prophylaktisch vor einer Vielzahl von Krankheitsbildern zu schützen. Dies gilt auch für schwangere Frauen. Oftmals hört man die Frage: „Ist Sport denn nicht gefährlich in der Schwangerschaft?“ Die Ängste möchten wir Dir im Folgenden nehmen. Um diese Frage auch aus ärztlicher Sicht beantworten zu können, haben wir genauer bei Katharina nachgefragt. Sie ist im Fachbereich der Gynäkologie und Geburtshilfe tätig. Ihre Faszination für dieses Berufsfeld wurde bereits durch Praktika in der Schulzeit geweckt. „Außerdem ist es ein sehr schönes Fach in dem man die Patienten vom Kinderwunsch bis ans Ende des Lebens begleitet.“, so Katharina.

Frau in Form: Darf man als werdende Mutter Sport treiben?

Gynäkologin: Frauen sollten in der Schwangerschaft sicherlich keinen Risikosport absolvieren (Boxen… Handball sind da weniger geeignet). Dennoch ist Sport in der Schwangerschaft sehr zu empfehlen.

 

FIF: Welche Kurse dürfen Schwangere besuchen?

Gynäkologin: Jeder weiß, dass es entsprechende Kurse speziell für Schwangere gibt. Das muss sicherlich nicht zwingend sein, aber es hat schon manch Gebärende nach einem Schwangeren- Yogakurs ein Lob der Hebamme für ihre gute Atmung erhalten. Dies wirkt sich also positiv auf die Geburt aus.

 

FIF: Müssen schwangere Frauen in Bezug auf ihre Ernährung etwas beachten?

Gynäkologin: Bezüglich der Ernährung gilt, man muss nicht für Zwei essen. Je höher das Ausgangsgewicht der Frau, desto geringer sollte die Gewichtszunahme betragen. Sehr übergewichtige Frauen sollten sogar gar kein Gewicht zulegen. Ansonsten droht bspw. eine Schwangerschaftsdiabetes und damit ein fünfzigprozentiges Risiko später dauerhaft an Diabetes zu erkranken. 

Eine Gewichtszunahme von 9 bis 15 Kilogramm ist völlig in Ordnung bei Normalgewichtigen. In der Schwangerschaft kann prinzipiell fast alles gegessen werden. Lebensmittel wie Schinken oder roher Fisch sollten jedoch aufgrund von Infektionsgefahr für das ungeborene Leben vermieden werden.

 

FIF: Wie sieht es mit sportlichen Aktivitäten nach der Geburt aus?

Gynäkologin: Nach der Geburt bieten viele Kliniken durch die ansässigen Physiotherapeuten Wochenbettgymnastik an. In der Zeit vom Wochenbett, also die ersten 6 bis 8 Wochen, sollte möglichst kein anderer Sport als spezieller dafür ausgelegter absolviert werden. Übertreibt die frischgebackene Mama das, drohen Beckenboden- und Rumpfmuskulaturschädigungen.

 

FIF: Welchen postgeburtlichen Sport kann Müttern empfohlen werden?

Gynäkologin: Ich empfehle jeder Frau Rückbildungskurse zu absolvieren. Vor allem nach mehreren Geburten oder schweren Kindern besteht ein erhöhtes Risiko für eine Beckenbodenschwäche. Wer sich bemüht diesen zu trainieren muss seltener im Alter Komplikationen erwarten. Wenn Frauen mit kleinen Kindern gern wieder mehr Sport treiben möchten, bieten viele Fitness-Studios eine Kinderbetreuung an.

 

Zusammenfassend lässt sich auch aus unserer Perspektive festhalten, dass sich schwangere Frauen täglich bewegen sollten. Eine Übersteigung ihrer Leistungsgrenze ist nicht empfehlenswert. Deine Trainingsausführung ist abhängig von deinem bisherigen Sport. Bist Du eher Leistungssportlerin oder Trainingseinsteigerin? Wie die Intensität des Trainings aussehen sollte, bespreche am Besten in einem Beratungsgespräch mit dem jeweiligen Fitnesscoach. Jeden Donnerstag bieten wir Rückbildungskurse für frischgebackene Mütter an. Wenn Du nähere Fragen hast, besuch uns im Fitness-Studio „Frau in Form“ oder kontaktiere uns auf Facebook. Nähere Infos rund um das Thema Schwangerschaft kannst Du Dir auch auf der Homepage des Bundesamtes für Ernährung und Landwirtschaft holen. 

Möchtest Du Dich noch weiter mit dem Thema Schwangerschaft beschäftigen?! Dann erfährst Du unter dem folgenden Link http://www.bambiona.de/thema/abnehmen-in-der-schwangerschaft viele weiterführende interessante Informationen und Du hast die Möglichkeit ein E- Book kostenlos zu downloaden. 

 

Euer FIF- Team

 

(Quelle: Fotolia)